Wandere!

Wenn dich ein Weib verraten hat,
So liebe flink eine andere;
Noch besser waur'es, du liessest die Stadt –
Schneure den Ranzen und wandere!

Du findest bald einen blauen See,
Umringt von Trauerweiden;
Hier weinst du aus dein kleines Weh
Und deine engen Leiden.

Wenn du den steilen Berg ersteigst,
Wirst du betrauchtlich auchzen;
Doch wenn du den felsigen Gipfel erreichst,
Horst du die Adler krauchzen.

Da wirst du selbst ein Adler fast,
Du bist wie neugeboren,
Du feuhlst dich frei, du feuhlst: du hast
Dort unter nicht viel verloren.
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